Historie

Der Hafen Passau-Racklau

Die günstige Lage der Drei-Flüsse-Stadt wurde schon früh
für den Handel auf dem Inn und der Donau genutzt. Die erste
Anlegestelle für Schiffe war die Passauer Lände in der heu-
tigen Altstadt.

Aufgrund des ständig wachsenden Güterverkehrs entschloss
man sich 1900 zum Bau eines Winterhafens bzw. eines - wie
er damals genannt wurde - Zufluchthafens. Hierzu wurde die
Insel Racklau durch einen schräg aufwärts gegen den Strom
gebauten, 1068 m langen Damm mit dem rechten Donauufer
verbunden. Eine 667 m lange Kaimauer, Gleis- und Straßen-
anschluss machten aus der ehemaligen Insel einen voll-
wertigen Hafen.

Im Winter 1902 / 03 wurde mit Passau-Racklau der östlichste
deutsche Binnenhafen eröffnet.

Der Hafen im 20. Jahrhundert

1922 wurde mit dem Bau der Staustufe Kachlet begonnen.
Durch die Entschärfung des Donauabschnitts zwischen Auer-
bach und Hofkirchen konnten die Schiffe ohne große Schwie-
rigkeiten 120 km weiter nach Westen fahren. Der Verlust der
Kopfhafenfunktion wirkte sich in Passau erheblich auf den
Güterumschlag aus.


Die Ro-Ro-Anlage in Passau-Schalding

Die Verschiffung straßengängiger Einheiten machte Anfang
der 80er Jahre den Bau einer Roll-on-Roll-off-Anlage in
Passau notwendig. 1983 wurde mit dem Bau der Ro-Ro-
Anlage im ca. 5 km nord-westlich von Racklau entfernten
Schalding begonnen.

Aufgrund der Lage im Stauraum von Kachlet herrschen hier
nahezu konstante Wasserstände, die eine ganzjährige Be-
fahrbarkeit mit voller Abladetiefe ermöglichen. Die Aufnahme
des Ro-Ro-Verkehrs bedeutete für Passau einen enormen
Aufschwung im Güterumschlag.

Ausbau Passau-Schalding

Die Umfragen und Erhebungen bei der transportierenden und verladenden Wirtschaft im Umkreis von Passau hat ergeben, dass in diesem Bereich ausreichendes Potential für ein hohes schiffahrtsbezogenes Verkehrsaufkommen besteht. Jedoch war in Passau-Racklau eine zukunftsfähige, trimodale Hafennutzung an diesem Standort aufgrund der eingeschränkten Hochwasserfreiheit sowie aufgrund des fehlenden Bahnanschlusses in Verbindung mit der Innenstadtnähe nicht möglich.

Die Bayernhafen GmbH & Co. KG hat deshalb beschlossen, den Standort Passau-Schalding bedarfsabhängig und abschnittsweise zu einem leistungsfähigen trimodalen Hafenstandort mit den dafür erforderlichen Umschlags- und Lagermöglichkeiten auszubauen.

In einem ersten Bauabschnitt wurde dazu unterstromig der bereits bestehenden Ro-Ro-Anlage ein rd. 450 m langes senkrechtes Umschlagufer errichtet, zu dem der vorhandene Hafenmobilkran umgesetzt wurde. Für die wirkungsvolle Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger wurde das Umschlagufer mit überfahrbar ausgebildeten Kaigleisen ausgestattet.

Zur Ergänzung der Umschlagmöglichkeiten werden nach dem jeweiligen Aufkommen bedarfs- und zeitgerecht jeweils weitere mobile Umschlaggeräte eingesetzt, welche mit verschiedenen güterabhängigen Lastaufnahmemitteln ausgestattet sind bzw. ausgestattet werden. Weiterhin konnte zur Abwicklung des zunehmenden Bahnaufkommens ein zusätzliches Abstellgleis mit Ganzzuglänge in die Hafenanlagen übernommen werden.

Über diese Maßnahmen hinaus wurden zum weiteren Ausbau der Hafennutzung an diesem Standort bereits weitere Umschlags- und Lagermöglichkeiten vorausgeplant, welche bedarfsabhängig in weiteren Bauabschnitten verwirklicht werden können. Die planungs- und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für den weiteren Ausbau dieses Hafenstandortes wurden dabei bereits geschaffen.

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